Jeder Student sollte eine Steuererklärung machen! Denn im schlimmsten Fall verschenkt er oder Sie richtig viel Geld! Warum sich das Ganze lohnt, auch wenn man aktuell noch gar kein Einkommen hat und was man gleich zu Beginn des Studiums tun kann, um später ganz einfach an sein Geld zu kommen – das erfahrt ihr in diesem Beitrag!

                                          ++++ GRATIS-Download von Steuer-Tool für Studenten ++++

Starten wir gleich im Schnelldurchlauf mit ein paar wichtigen Fragen und Mythen, die sich die meisten Studenten stellen:

Muss man an als Student eine Steuererklärung machen und bis wann hat man Zeit dafür?

In den meisten Fällen, als dualer oder auch als Vollzeit-Student, ist die Abgabe einer Steuererklärung freiwillig und man hat dafür vier Jahre rückwirkend Zeit. Es gibt noch einen Sonderfall, auf den wir gleich kommen bei dem man sogar 7 Jahre Zeit hat.

Anders sieht es mit der Pflicht aus, wenn man beispielsweise Einkommen aus mehreren Quellen hat , also aus einem Job mit einem Einkommen über 450,- € und daneben noch einem zweiten Job auf Lohnsteuerklasse 6 oder aber man hat unversteuerte Einnahmen, wie Mieterträge oder Kapitalerträge über 801,- € als Lediger. Außerdem ist man verpflichtet, wenn man verheiratet ist und die Steuerklassen 3 und 5 gewählt hat. In all diesen Fällen, muss man dann immer bis zum 31.07. des Folgejahres eine Steuererklärung abgeben.

Muss man alles belegen können und diese Belege einreichen?

Hier kann man ganz klar sagen, man muss alle Angaben, die man macht auch belegen können – ABER es müssen zunächst keine Belege mehr aktiv beim Finanzamt eingereicht werden. Es reicht diese für Rückfragen vom Finanzamt aufzubewahren.

Zählt BaföG als Einnahme die man versteuern muss?

Nein

Welche Hilfsmittel gibt es für die Abgabe einer Steuererklärung ?

Die Auswahl dabei wird immer größer. Auf Papier sollte sie allerdings keiner mehr machen, denn das ist verschenkte Zeit. Man kann sich aber für die kostenlose Online Variante von Elster registrieren, was die offizielle Lösung der Finanzbehörden ist. Dieses Programm liefert aber kaum Hilfe…einfacher machen es sogenannte Online-Steuererklärungen, die speziell für Studenten und ehemalige Studenten gemacht sind. Dabei spart man viel Zeit und wird vom Programm einfach durch den Steuerfall geleitet. Manchmal kosten diese Programme Geld, es gibt aber mittlerweile sogar Lösungen die zumindest für Studenten ohne Einkommen kostenlos sind. Elster und ein paar gute Hilfsprogramme verlinken wir euch gern in der Videobeschreibung. Zum Youtube-Video: https://youtu.be/cWrLoxNSzSM

Zum Thema haben wir bereits für Studenten mehrere Videos veröffentlicht und haben ein Excel-Tool gebaut, welches jeder Student während des Studiums verwenden kann, um seine Kosten und die Zahlen für die spätere Steuererklärung einfach aufzulisten und dann später nur noch übertragen muss. Wir stellen es kostenlos als kleine Starthilfe zur Verfügung. Also einfach mal ausprobieren.

Steuertoll Studenten Download
++++ GRATIS-Download ++++

Schauen wir uns nun aber an, welche Kosten im Rahmen des Studiums überhaupt absetzbar sind.

Grundsätzlich kann man sagen, dass alle Kosten, die im direkten Zusammenhang mit dem Studium stehen, absetzbar sind.

Die häufigsten Kosten sind dabei.

  • Semestergebühren
  • Studienkosten und Prüfungsgebühren
  • Fahrtkosten: Zur Uni, zur Bibliothek, zu einem Arbeitgeber, zu Lerngruppen, Studienreisen und Praktika (Hierzu folgt gleich noch ein Tipp, denn das ist meist einer der größten Kostenpunkte, zumindest steuerlich gesehen)
  • Auslandssemester und – aufenthalte
  • Fachliteratur
  • Büromaterial
  • Laptop/PC (wenn auch für Studium verwendet)
  • Druckkosten für die Bachelor- und Master-Thesis
  • Verpflegungsmehraufwand
  • Kosten für einen Zweitwohnsitz in der Uni-Stadt
  • Zinsen des Studienkredits

…und viele mehr

Viele der genannten Kosten sind eindeutig, doch drei davon schauen wir uns näher an. Beginnen wir dabei mit den sehr wichtigen Fahrtkosten. Viele Studenten haben zwar in der Realität kaum Fahrtkosten, da sie über das Semesterticket mit den Öffentlichen Fahren, aber steuerlich sieht es anders aus und zwar kann man folgendes machen.

Für Fahrten zu dem Ort, den man am häufigsten besucht (man spricht dabei von der ersten Tätigkeitsstätte) darf man pauschal 30 Cent pro Kilometer für den Hinweg angeben und das für jede Fahrt. Also in vielen Fällen die Uni selber oder wenn man dualer Student ist kann es auch der Arbeitgeber sein. Bei Fahrten zu allen weiteren Orten, wie Lerngruppen oder in die Bibliothek, darf man dann sogar 30 Cent pro Kilometer für den Hin- und Rückweg ansetzen. Man spricht dabei von Auswärtstätigkeit. Und innerhalb eines Jahres kommt da ordentlich was an kosten zusammen.

Nehmen wir mal an ein Vollzeit-Student fährt in einem Jahr 100 mal in die Uni, die 10 Kilometer entfernt ist. Dann kann er dafür 100 Fahrten x 10 Kilometer x 30 Cent = 300,- €

Außerdem fährt er 70 mal in die Bibliothek, die 11 Kilometer entfernt ist. Dann kommen noch mal 70 Fahrten x 11 Kilometer x 30 Cent x 2 (da Auswärtstätigkeit) dazu = 462,- €

Doch das war es noch nicht, denn bei den Auswärtstätigkeiten darf man für eine Abwesenheit von zu Hause von mindestens 8 Stunden an dem Tag noch zusätzlich 12,- € pro Tag ansetzen. Und wenn dies bei unserem BeispielStudent von 70 Tagen der Auswärtstätigkeit dann 50 Tage waren, sind das nochmal 50 Tage x 12,- € = 600,- € an weiteren Kosten.

Also allein für seine Fahrwege und den Verpflegungsmehraufwand, kann dieser Student 1362,- € an Kosten geltend machen. Und je weiter die Wege und die Anzahl der Fahrten umso mehr kann man damit rausholen. Damit man die Fahrten und Abwesenheiten auch später nachvollziehen kann, haben wir diese Funktion ebenfalls im kostenlosen Tool integriert 😊

Zum Abschluss unserer kurzen Einführung kommen wir jetzt noch zu einer sehr Entscheidenden Sache bei der Steuererklärung als Student. Es geht leider seit Jahren um die Frage der Erst- oder Zweitausbildung. Warum ist dies steuerlich so wichtig.

Nach aktueller Handhabe der Finanzämter sind Kosten im Rahmen des ersten Studiums nur als Sonderausgabe bis 6000,- € pro Jahr absetzbar. Das Problem ist, dass Sonderausgaben nur mit Einkünften aus dem gleichen Jahr verrechnet werden können und da sehr viele Studenten kaum Einkommen haben und Steuern zahlen, verlieren sie also ihren Steuervorteil direkt in dem Jahr.

Anders sieht es beim Studium aus, wenn man bereits eine Ausbildung oder Studium, dass mindestens 12 Monate ging abgeschlossen hat. Dann sind alle weiteren Kosten als Werbungskosten unbegrenzt absetzbar UND man kann sie als Verlust von Jahr zu Jahr mitnehmen. Und das lohnt sich dann richtig, wenn man nämlich nach dem Studium in den Job einsteigt und Geld verdient und man den addierten Verlust der Studienjahre gegenrechnen kann. Je nach Einkommen und „Verlust den man im Studium erzielt hat“ kann man dann durchaus mit einer Steuererstattung zwischen 1000 und 4000,- € oder bei sehr hohem Einkommen mit noch mehr rechnen.

Also wirklich alles aufschreiben oder halt unser Tool verwenden und am Ende des Studiums richtig abkassieren.

Wir wünschen dir jedenfalls viel Erfolg beim Studium und der Steuererklärung und damit du keines unserer Videos aus den Bereichen Steuern Versicherungen und Finanzen mehr verpasst, abonniere unseren Kanal, wir freuen uns auf dich, dein Finanznerd Simon