Finanzen zu organisieren ist zwar lästig, aber der erste Schritt zu mehr Geld. Damit es einem einfacher fällt gibt es gewisse Hilfsmittel und jedes hat dabei Vor- und Nachteile – wir stellen euch die gängigsten vor und zeigen auch wie wir unsere eigenen Finanzen im Blick behalten – also los geht´s!

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In unserem letzten Video haben wir es ja bereits angekündigt, wir wollen mit euch gemeinsam eine finanzielle Reise starten und nicht nur theoretische Tipps liefern, sondern auch gleich zeigen, wie wir die Dinge in der Realität gelöst haben. Schreibt uns also auch immer gern in die Kommentare, wenn ihr Themenwünsche und Fragen habt, wir antworten garantiert auf jeden Kommentar. Im ersten Video dieser Reise haben wir die Drei Schritte besprochen, wie man mit dem Investieren anfangen kann bzw wie man mit wenig Geld investiert. Der erste Schritt war dabei das Thema Überblick verschaffen und dazu gehört insbesondere die eigene finanzielle Situation.

Wie am Anfang des Videos erwähnt ist das Organisieren der eigenen Finanzen zwar nicht gerade die spannendste Aufgabe, aber dennoch immens wichtig. Wer seine Finanzen kennt, weis wo er oder sie zu viel ausgibt, wo man etwas einsparen kann und wieviel man monatlich als Rücklage und zum Sparen verwenden kann, der hat es deutlich einfacher mehr aus dem eigenen Geld zu machen.

Grundsätzlich umfasst der eigene finanzielle Haushalt ja folgende Dinge:

Auf der einen Seite die Einnahmen, wie beispielsweise

  • Lohn und Gehalt
  • Kindergeld
  • Nebenjob
  • Sonstige Einnahmen (z.B. aus einem Verkauf von Sachen oder auch aus Dividenden und Kapitalerträgen)

Auf der anderen Seite stehen die fixen, also die festen Ausgaben…das können unter anderem folgende Dinge sein:

  • die Wohnkosten (also Miete oder Rate für die Immobile mit Nebenkosten) sein
  • Kosten für Mobilität (also Auto oder öffentliche Verkehrsmittel)
  • Versicherungsbeiträge
  • Handy- und Internetvertrag
  • Fitnessstudio
  • Aboverträge (spotify, Netflix, Amazon Prime ,etc)
  • Aber auch die festgelegte Sparrate fürs Rücklagen- und Sparkonto

Letztendlich alles, was einen gleichbleibenden Betrag ausmacht und was man fest planen kann.

Dann folgen noch die variablen Ausgaben, wo sich meistens das größte finanzielle Potenzial versteckt und wo es auf Grund der wechselnden und häufig anderen Ausgaben sehr schwer ist den Überblick zu behalten. In diesen Bereich zählen alle anderen Ausgaben, wie

  • Essen und Trinken
  • Kleidung
  • Tanken
  • Kinobesuche
  • Tabak
  • Technik
  • Und alles was halt zum Lebensunterhalt und zum Spaß dient

Je nach persönlicher Lebenssituation befinden sich dann in den drei Bereichen unterschiedliche Dinge und Beträge und jemand der gerade aus der Schule kommt, vielleicht studiert und noch bei seinen Eltern wohnt, der hat ganz andere Dinge zu beachten, als eine Familie mit zwei Kindern, wo beide arbeiten gehen, man ein Haus besitzt was abgezahlt wird und der wöchentliche Einkauf deutlich größer ausfällt.

Mit dem richtigen Hilfsmittel macht es aber gar nicht so viel Aufwand wie man oft denken mag – doch welches Hilfsmittel eignet sich für wen ?

Starten wir mit Möglichkeit …

Nummer 1: Dem klassischen Haushaltsbuch

Dabei nimmt man sich ein Blatt Papier oder kauft sich ein kleines Buch, wo man dann einfach die drei genannten Bereiche mit den persönlich zutreffenden Unterkategorien aufschreibt und immer wenn Geld eingenommen oder ausgegeben wird, trägt man es ein. Das kostet fast gar nichts und man hat wirklich etwas in der Hand. Aber es ist halt auch die aufwendigste Form, man muss alles selber nachrechnen und wenn man mal etwas korrigieren muss, dann kann es auch schnell unübersichtlich werden. Außerdem hat man es wahrscheinlich nicht immer dabei, so dass auch die Gefahr besteht, mal etwas nicht einzutragen oder man findet es plötzlich nicht mehr … das soll ja wohl auch schon mal vorgekommen sein (Zwinker Smiley) … kommen wir vom Klassiker auf Papier zum klassiker in digitaler Form, nämlich

Nummer 2: Der Excel-Tabelle

Ja, ich oute mich an dieser Stelle…ich nutze seit Jahren Excel um meine Finanzen zu sortieren … jetzt ist es raus. Gleich schauen wir uns ja noch die moderneren Varianten der Finanzorganisation an, aber Excel hat sich einfach in den letzten beiden Jahrzehnten bewehrt, zumindest wenn man versteht, wie es funktioniert oder man eine gute Vorlage hat. Klar ist auch es geht heutzutage mobiler und schicker, aber es kostet nichts und man kann es seinen eigenen Bedürfnissen einfach anpassen. Meine Tabelle  sieht zum Beispiel so aus und ich habe mir gleich noch eine kleine Auswertung integriert, um zu schauen, in welchem Bereich ich eventuell zu viel ausgegeben habe und wie sich meine Zahlen entwickeln. Man muss dann zwar auch zu Hause alle Ausgaben des Tages oder der Woche nachtragen, aber das habe ich schon zu einem kleinen Ritual werden lassen – es geht ja immerhin um mein eigenes Geld. Alles in allem eine gute Einstiegsmöglichkeit es einfach mal zu versuchen und damit es so einfach wie möglich für euch wird, stelle ich meine Tabelle kostenlos als Download zur Verfügung – einfach auf den Link in unserer Beschreibung klicken – viel Erfolg dabei….

Doch es geht heutzutage auch mobiler…

Nummer 3: Finanzapp

Die Auswahl wird in diesem Bereich immer größer und das Angebot reicht von einfachen kostenlosen Apps bis hin zu detaillierten kostenpflichtigen Lösungen. Auch hier empfiehlt sich der Einstieg mit den kostenlosen Versionen, die man später in der Regel auch upgraden kann. Aber erst mal testen und dann zahlen – wir wollen ja kein Geld aus dem Fenster rauswerfen.

Eine der am besten bewerteten Apps ist das Haushaltsbuch von MoneyStats, welches man kostenlos zunächst nutzen kann, dann zwar mit ein paar Einschränkungen aber zum testen reicht es.  Wem es dann gefällt, der kann für einmalig 3,49 € weitere Funktionen freischalten und dann auch unbegrenzte Vorgänge buchen, Berichte erstellen und weitere Dinge.

Schön ist halt, dass man die Apps in der Regel anpassen kann. Und vieles mit wenigen Knopfdrücken erstellt ist. Hat man zum Beispiel gerade getankt, dann geht man einfach auf das Plus , wählt die Kategorie aus und gibt den Betrag an fertig ! das dauert wenige Sekunden. Für alle Finanznerds gibt es darüber hinaus noch die Möglichkeit unten nähere Angaben zu machen … also wer es möchte kann richtig in die Welt der eigenen Finanzen eintauchen – man muss aber auch nicht.

Was wir noch sehr schön finden und deshalb hat sich auch Julian für diesen Weg entschieden, ist die Möglichkeit Ziele festzulegen. Dazu geht man hier unten auf Ziele, wählt den Namen und den Betrag, dann noch welche Konten es betreffen soll, es kann ja sein, dass man ein extra Sparkonto dafür angelegt hat. UND wann man damit beginnen möchte und auch wann man es erreicht haben will – wir finden das toll, denn es motiviert die App wirklich zu benutzen.

Jeder sollte einfach bei den Apps schauen, was ihm gefällt und ruhig zwei drei unterschiedliche Anbieter testen…es ist für jeden was dabei. Einfach im App Store oder GooglePlay-Store schauen und sich das passende raussuchen.

Dann kommt jetzt noch die Variante für alle, die noch weniger Aufwand haben möchten und fast alles mit Ihrer Bankkarte oder dem Handy bezahlen, das ist

Nummer 4: Bankenapps

Damit sind nicht nur die Bankeigenen Apps gemeint, sondern es gibt auch einige Anbieter, die eine Finanzapp wir bei Nummer 3 entwickelt haben, diese App dann aber auch mit allen persönlichen Bankkonten verknüpft wird.  Der Vorteil und zugleich auch Nachteil ist, dass sowohl bei den Banken selber aber auch bei den freien Anbietern die Zahlungsein- und ausgänge automatisch über die Kontoumsätze abgeglichen werden und man sie nur noch Kategorien zuzuweisen muss. In der Beschreibung haben wir euch mal Banken verlinkt, die das unserer Meinung nach sehr gut machen. Gerade wenn man mehrere Konten, wie zum Beispiel das Mehrkonten-Modell hat, kann das einiges erleichtern. Dazu haben wir bereits ein Video veröffentlicht, welches super ankam und wir gern verlinken.  Also wen es interessiert, wie man einfacher Geld sparen kann, der kriegt dort eine gute Methode vorgestellt.

Ein Nachteil ist natürlich, dass man dem Anbieter und der eigenen Bank noch mehr Daten als ohnehin schon zur Verfügung stellt und das finden ja nicht jeder so toll … gerade die freien Anbieter nutzen gern die Daten um dann in der App oder der Anwendung personenbezogen Dinge vorzuschlagen, die man eventuell benötigt. So wird einem dann manchmal ein Versicherungsvergleich angeboten oder man gibt sogar die Einwilligung zu einem Maklervertrag der die Betreuung der eigenen Verträge neu regelt oder der eigene Stromtarif wird automatisch verglichen und kann dann mit wenigen Klicks gewechselt werden. also Vorsicht, wenn des dort um Einwilligungen und Datenschutz geht – Daten sind nun mal eine richtige Währung geworden.

Das waren mal vier Möglichkeiten seine eigenen Finanzen zu ordnen. Doch die beste Übersicht nutzt nichts, wenn man mehr ausgibt als man einnimmt. Deshalb empfiehlt es sich zu versuchen Budgets einzurichten und die eigene Sparrate Stück für Stück zu erhöhen.

Wie angekündigt folgen in der nächsten Zeit weitere Videos zum Thema persönliche Finanzen, Steuern und Versicherungen und wer dabei kein Video verpassen möchte , abonniert am besten unseren Kanal – ich freue mich auf euch, euer Finanznerd Simon

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